Warum sollte jeder ein Glückstagebuch führen?

Schon seit einiger Zeit verwende ich in meinen Seminaren und Kursen zum Thema Entspannung und Stressbewältigung eine scheinbar ganz schlichte Übung: Ich bitte die Teilnehmer, jeden Tag ihre großen und kleinen Glückserlebnisse oder glücklichen Momente schriftlich festzuhalten. Dadurch wird der Blickwinkel auf das Schöne und Angenehme gelenkt, auf Situationen, in denen wir uns wohl fühlen.

Vor lauter Stress verlernen viele Menschen, die kleinen Dinge des Alltags zu schätzen und zu genießen. Sie konzentrieren sich oft nicht auf die erfolgreichen, positiven Dinge des täglichen Lebens, sondern auf negative Erlebnisse und Ärgernisse. So gewinnen diese Mängel an Bedeutung und überschatten die positiven Erfolge des Tages. Leider bleiben unangenehme Gefühle oft auch länger und intensiver im Gedächtnis als die angenehmen.

Wir können uns aber jeden Tag entscheiden, was wir wahrnehmen. Wir haben die Wahl, worauf wir uns konzentrieren, wie wir uns fühlen und wem oder was wir mehr Beachtung schenken.

Glücksmomente sind oft relativ kleine, fast unbedeutende Dinge, denen man sonst keinerlei Beachtung schenkt: die Blume am Wegesrand, die sich an die Sonne drängt, das Lachen und die Umarmung der Kinder, das frische Gefühl nach dem Duschen, ein Danke des Kollegen, der leckere Capuccino am Nachmittag, die Stimmung des Abendhimmels. ….

In der nächsten Kursstunde werden dann die Glückserlebnisse reihum ausgetauscht und die Kursteilnehmer können sich ein bisschen an den positiven Erlebnissen der anderen erfreuen und nebenbei auch erfahren, was Glück für andere bedeutet.

Ein Glückstagebuch zu führen bringt  eine positivere Sichtweise auf das Leben im Allgemeinen und die Stärkung positiver Gefühle. Der Geist wird angeregt, sich aktiv an positive Geschehnisse zu erinnern. Vor allem (leicht) depressive Menschen profitieren deutlich davon, da diese oft dazu neigen, positive Erlebnisse sich selbst gegenüber zu ignorieren und nicht so wert zu schätzen wie negative Erlebnisse.

Im Handel gibt es mittlerweile vorgedruckte Glückstagebücher, im Prinzip genügt es aber, sich zum Beispiel ein schön gestaltetes Heft oder Blankobuch zu kaufen und jeden Tag mit kleinen oder großen Glücksmomenten zu füllen. Mit der Zeit, macht man sich aktiv auf die Suche nach Glücksmomenten, um sein Tagebuch zu „füttern“ und sieht dadurch mehr Positives im Alltag. Langfristig arbeitet man damit aktiv an seiner Zufriedenheit, am Wohlbefinden und damit auch an der eigenen Gesundheit.

Auch ohne die Teilnehme an einem meiner Kurse oder Seminare kann ich diese Übung jedem empfehlen, der glücklicher durchs Leben gehen möchte.

Fangt noch heute damit an, nehmt euch ein paar Minuten Zeit für einen positiven Tagesrückblick. Vergegenwärtigt euch, was ihr an diesem Tag als angenehm erlebt habt und macht euch dazu Notizen.

Wenn ihr wollt, könnte ihr euch mein Glückstagebuch zum Ausdrucken herunterladen. Es ist in Wochenform, mit Spalten für jeden Tag und Platz für das Highlight der Woche.

Viel Spaß dabei!

 

Bild:aboutpixel.de / Smiley © Ulrike Steinbrenner

 

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